StartseiteWissenWann müssen Vergrämungsmaßnahmen für Bodenbrüter starten?

Kurz beantwortet: Vergrämungsmaßnahmen für Bodenbrüter müssen vor Ankunft und Revierbesetzung der Vögel wirksam sein — je nach Art ab Ende Februar bis Anfang März. Kiebitze kehren als Erste zurück, Feldlerchen folgen im März, weitere Arten wie Flussregenpfeifer im April. Eine einmal begonnene Brut darf nicht mehr vergrämt werden — wer zu spät startet, verliert die Fläche für die Saison.

Artspezifische Startpunkte

ArtRevierbesetzungVergrämung wirksam ab
Kiebitzab Ende FebruarMitte/Ende Februar
Feldlercheab MärzEnde Februar/Anfang März
Flussregenpfeifer (Rohböden)ab AprilMärz — Rohbodenflächen unattraktiv halten

Milde Winter verschieben die Ankunft nach vorn — die Termine sind deshalb als Spätestwerte zu verstehen und sollten mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt werden. Sicherer ist es, die Fläche schon über den Winter vegetationsfrei zu halten; warum diese Schwarzbrache so gut funktioniert, erklärt der Beitrag vegetationsfreies Baufeld im Winter.

Warum der Start so kritisch ist

Vergrämung ist rechtlich nur zulässig, solange keine Brut begonnen wurde. Ab dem ersten Gelege kippt die Lage vollständig: Brütende Vögel dürfen nicht vergrämt werden, und der Bereich ist bis zum Ausfliegen gesperrt. Deshalb gehören zum Start auch die Logistik (Pfähle, Band, Gerät für die Bodenbearbeitung) und ein Kontrollrhythmus von ein bis zwei Begehungen pro Woche — die praktische Umsetzung zeigt der Beitrag zur Vergrämung von Feldlerche und Kiebitz.

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Zuletzt aktualisiert: August 2026 · Alle Fragen im Überblick