Startseite › Wissen › Warum sollte die Umweltbaubegleitung bei Rodungsarbeiten vor Ort sein?
Kurz beantwortet: Weil unmittelbar vor und während der Fällung die letzte Artenschutzkontrolle stattfindet: Die Umweltbaubegleitung prüft den Besatz, gibt Bäume einzeln frei, stoppt die Arbeiten bei Funden und organisiert die fachgerechte Bergung von Tieren. Ohne diese Präsenz drohen Verstöße gegen § 44 BNatSchG — mit Baustopp und Bußgeldern bis 50.000 Euro als möglicher Folge.
Was die Baubegleitung bei der Rodung konkret leistet
- Letzte Besatzkontrolle: Höhlen, Spalten und Nester werden so kurz wie möglich vor der Fällung geprüft — ältere Befunde verlieren schnell ihre Gültigkeit.
- Einzelbaumfreigabe: markierte Höhlenbäume werden erst nach Negativbefund zur Fällung freigegeben.
- Sofortiger Stopp bei Funden: taucht ein Tier auf, ruhen die Arbeiten am betroffenen Baum, bis das Vorgehen geklärt ist — siehe Was passiert bei Funden kurz vor der Rodung?
- Bergung organisieren: die Baubegleitung zieht sachkundige Personen hinzu und stimmt sich mit der Naturschutzbehörde ab.
- Schonende Fälltechnik: bei Verdachtsbäumen etwa kontrolliertes Ablegen von Stammstücken mit Höhlen statt freiem Fall.
Rechtliche Absicherung für alle Beteiligten
Fäll-Kolonnen arbeiten schnell — ohne fachkundige Kontrolle wird eine besetzte Baumhöhle leicht übersehen. Ein getötetes Tier oder eine zerstörte Lebensstätte ist ein Verbotstatbestand nach § 44 BNatSchG; als Ordnungswidrigkeit drohen nach § 69 BNatSchG Bußgelder bis 50.000 Euro, in schweren Fällen Strafverfahren. Die lückenlose Dokumentation der Besatzkontrollen und Freigaben belegt umgekehrt, dass sorgfältig gearbeitet wurde — für Vorhabenträger und ausführende Firma gleichermaßen.
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Zuletzt aktualisiert: August 2026 · Alle Fragen im Überblick