Startseite › Wissen › Was kosten faunistische Kartierungen für ein Bauvorhaben?
Kurz beantwortet: Faunistische Kartierungen werden je Artengruppe und Zahl der Begehungen kalkuliert; je nach Umfang liegen die Kosten zwischen einigen tausend und mehreren zehntausend Euro. Kostenrelevant sind vor allem Brutvögel, Fledermäuse, Reptilien und Amphibien mit jeweils eigenen Methoden und Erfassungszeiträumen. Da diese Kartierfenster jahreszeitlich fix sind, bestimmt die Kartierplanung auch den Terminplan des Bauvorhabens.
Die Kalkulationslogik
Jede Artengruppe wird mit eigener Methodik und eigenem Begehungsraster erfasst — kalkuliert wird pro Gruppe: Zahl der Begehungen mal Zeitaufwand mal Stundensatz, plus Technik (etwa Horchboxen), Auswertung und Bericht. Mehrere Gruppen lassen sich teilweise koppeln, was Anfahrten spart. Sinnvoll ist zudem, Methodik und Untersuchungsumfang vor Beginn mit der Naturschutzbehörde abzustimmen — das vermeidet spätere Nachforderungen.
Typische Erfassungszeiträume
| Artengruppe | Kartierfenster (Kernzeit) |
|---|---|
| Brutvögel | März bis Juni/Juli |
| Fledermäuse | April bis Oktober |
| Reptilien (z. B. Zauneidechse) | April bis September |
| Amphibien | Februar/März bis Juni |
| Haselmaus | Frühjahr bis Herbst (Niströhren/Tubes) |
Welche Gruppen tatsächlich untersucht werden müssen, legt die Behörde fest — orientiert an Lebensraumausstattung und Planungsrelevanz; einen Überblick gibt Welche Kartierungen sind vor Baubeginn nötig?
Warum frühe Beauftragung bares Geld wert ist
Die Fenster sind unverschiebbar: Wer im Herbst plant und im Frühjahr bauen will, hat für viele Gruppen keine vollständige Saison mehr — dann drohen Nacherhebungen im Folgejahr und ein verschobener Baubeginn. Die Einzelkosten je Gruppe schlüsseln die Beiträge zur Brutvogelkartierung und zur Fledermauskartierung auf.
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Zuletzt aktualisiert: August 2026 · Alle Fragen im Überblick