StartseiteWissenWas kontrolliert die Umweltbaubegleitung an den Ein- und Austrittsgruben einer Horizontalbohrung?

Kurz beantwortet: An den Ein- und Austrittsgruben einer Horizontalbohrung kontrolliert die Umweltbaubegleitung den geschlossenen Bentonitkreislauf, die Dichtheit von Auffangbecken und Wannen, die ordnungsgemäße Entsorgung des Bohrschlamms sowie die Einhaltung der vorgeschriebenen Abstände zu Gewässern, Gehölzen und Biotopen.

Warum die Bohrgruben der kritische Punkt sind

Bei einer HDD-Bohrung bleibt der Untergrund zwischen den Bohrpunkten unberührt – die gesamte Umweltlast konzentriert sich auf die beiden Gruben: Hier wird die Bentonitsuspension angemischt, im Kreislauf gefahren, gereinigt und wieder eingesetzt; hier lagern Betriebsstoffe, hier fällt der Bohrschlamm an. Ein übergelaufenes Becken nach Starkregen oder eine undichte Wanne kann Boden und benachbarte Gewässer direkt belasten.

Kontrollpunkte im Einzelnen

  • Spülungskreislauf: geschlossen geführt, mit funktionierender Recyclinganlage und ausreichend Reservevolumen,
  • Becken und Wannen: dicht, standsicher und mit Freibord gegen Überlaufen bei Regen,
  • Bohrschlamm: Entsorgung als Abfall mit Nachweisen – kein Verklappen, kein Unterpflügen,
  • Betriebsstoffe: Betankung und Lagerung nur auf gesicherten Flächen mit Havariematerial,
  • Abstände und Flächen: Gruben liegen außerhalb von Uferzonen und Biotopen, die Arbeitsflächen bleiben auf das genehmigte Maß begrenzt,
  • Havariebereitschaft: Meldekette und Material für den Fall eines Blow-outs sind vor Bohrbeginn verfügbar.

Nach Abschluss der Bohrung nimmt die UBB Rückbau und Rekultivierung der Grubenflächen ab.

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Zuletzt aktualisiert: August 2026 · Alle Fragen im Überblick