StartseiteWissenWie muss ein Reptilienschutzzaun beschaffen sein?

Kurz beantwortet: Ein Reptilienschutzzaun besteht aus glatter, nicht erkletterbarer Folie oder Kunststoffbahn von rund 50 Zentimetern sichtbarer Höhe, die unten etwa 10 bis 20 Zentimeter in den Boden eingegraben wird. Er muss lückenlos geschlossen, vegetationsfrei gehalten und regelmäßig auf Schäden kontrolliert werden.

Bauliche Anforderungen

  • Material: Glatte Folie oder glattes Kunststoffband — raue Gewebe und Maschendraht sind ungeeignet, weil Eidechsen daran klettern.
  • Höhe: Etwa 50 Zentimeter über Gelände; ein nach außen abgewinkelter oberer Abschluss oder Umkehrfalz erschwert das Überklettern zusätzlich.
  • Eingraben: Der untere Rand wird rund 10–20 Zentimeter tief eingegraben oder sorgfältig angeschüttet, damit die Tiere sich nicht durchgraben.
  • Pfosten innen: Stützpfosten stehen auf der Baufeldseite, damit sie außen keine Kletterhilfe bieten.

Unterhaltung während der Standzeit

Ein Zaun ist nur so gut wie seine Pflege: Aufwachsende Vegetation, angewehtes Material oder angeschüttete Erd- und Steinhaufen bilden Kletterbrücken und machen die Barriere wirkungslos. Deshalb gehören regelmäßige Kontrollen — nach Stürmen und Mäharbeiten zusätzlich — samt Dokumentation zum Standard. Beschädigte Abschnitte sind unverzüglich zu reparieren.

Funktion im Umsiedlungskonzept

Der Zaun hält das geräumte Baufeld frei von zuwandernden Tieren und grenzt die Fangfläche der Umsiedlung ab. Er steht daher vom Fangbeginn bis zum Abschluss der Arbeiten — wird er zu früh abgebaut, droht die Wiederbesiedlung des Baufelds.

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Zuletzt aktualisiert: August 2026 · Alle Fragen im Überblick